Erster Blogeintrag – ein Versuch ;-) – Leukämie und andere Hindernisse auf dem Yogaweg

Leukämie  und andere Hindernisse auf dem Yogaweg

Nun beginne ich also, trotz meines fortgeschrittenen Alters ;-), mit dem Verfassen eines Blogs. Worüber schreibe ich und wo soll ich anfangen? Worüber, war relativ schnell klar, nämlich über meine beiden Passionen Yoga und vegane Ernährung. Die Entscheidung, wo ich anfangen soll, hat etwas länger gedauert.

Ich beginne im Jahr 2008, am Anfang meiner Yogalehrerausbildung. Yoga nahm zu diesem Zeitpunkt schon einen relativ hohen Stellenwert in meinem Leben ein, musste aber noch mit  einem Halbtagsjob, Kindern, Ehemann und Haushalt geteilt werden. Außerdem ernährte ich mich zu dieser Zeit noch vegetarisch.

Während du dein Leben planst, kommt dir das Leben dazwischen. Kennst du diesen Satz? Mein Plan sah so einiges vor, wurde aber abrupt von einer lebensverändernden Diagnose unterbrochen: Akute myeloische Leukämie vom Subtyp M3, besser bekannt als Blutkrebs. Nun ist Krebs eine Krankheit, die einen nichts angeht, schon gar nicht mit 35, bis sie einen selbst betrifft. Alle Details meiner Erkrankung aufzuführen, würde hier, glaube ich, den Rahmen sprengen und ist auch nicht meine Intention. Aber damit du verstehst, warum Yoga, Meditation und vegane Ernährung für mich so wichtig sind, ist es notwendig, zumindest die Vorgeschichte, die dahin geführt hat, etwas zu kennen.

Ich durfte mich also einer Chemotherapie unterziehen. Von der physischen Belastung einmal abgesehen, war das eine enorme psychische Belastung – nicht nur für mich, sondern auch für meine Familie, allen voran meine beiden damals 11- und 13-jährigen Töchter und meinen Mann.

Eine einfache Heilmeditation gehörte so gut wie täglich zu meinem Programm, weil das auch möglich war, wenn ich nur noch völlig fertig im Bett liegen konnte.

Anleitung für die Heilmeditation:

Stelle dir vor, du stehst vor einem Spiegel und betrachtest dich. Was hast du an? Vielleicht möchtest du dir dich in einem wunderschönen langen Kleid vorstellen? Vielleicht in Sport-Klamotten, um deine Fitness zu spüren? Suche dir etwas aus, worin du dich wohl fühlst. Hast du Schuhe an? Sportschuhe, um fest und stabil am Boden zu stehen? Bist du barfuss, vielleicht auf einer Wiese und du nimmst das Gras unter deinen Füßen wahr? Die Verbindung zur Erde?

Lass dir Zeit dabei, dich selbst und deine Umgebung entstehen zu lassen. Dein Spiegel kann überall stehen, wo du willst. Lächle dir selbst zu. Dann lege dich hin, entweder auf ein weiches Bett, was du dir vorstellst oder vielleicht magst du auch auf einer watteweißen Wolke zum Liegen kommen. Schließe die Augen. Richte dich gemütlich ein.

Wenn du bei dir angekommen bist, lenke deine Aufmerksamkeit zu deinem Herzraum. Stelle dir vor, wie der Raum um dein Herz herum zu leuchten beginnt. Das kann ein helles Licht sein, golden oder auch in einer anderen Farbe, die du dir vorstellen magst.

Jetzt stelle dir vor, wie deine Blutkörperchen sich in deinen Gefäßen bewegen. Es ist nicht wichtig, ob das anatomisch korrekt ist, was du da siehst, nimm ein Bild, mit dem du etwas anfangen kannst. Kleine rote und weiße runde Plättchen zum Beispiel, die lustig durcheinander wirbelnd durch rötlich gefärbte Bahnen rauschen. Lass das Licht in deinem Herzraum größer werden, so dass dieses Licht jedes einzelne Blutkörperchen erfasst. Die Lichtstrahlen formen kleine sanfte Hände, die liebevoll über jede Zelle und jedes Blutkörperchen streichen. Bleibe so lange, wie du die Aufmerksamkeit halten kannst, in dieser Vorstellung, dass heilendes Licht durch jedes Blutkörperchen, durch jede Zelle strömt.

Wenn du gerade in einem Bereich deines Körpers Schmerzen hast oder du ein bestimmtes Organ besonders beachten möchtest, dann bleibe hier besonders lange und aufmerksam. Bei Leukämie ist z.B. die Milz in der Regel vergrößert und betroffen, du kannst also deine Milz in liebevolle Energie aus Licht legen und sie darin baden. Es kann auch helfen, wenn du dir vorstellst, dass negative Energie (evtl. als schwarze Flüssigkeit) aus der Milz heraus fließt und sich auflöst.

Arbeite immer mit Bildern, mit denen du ganz persönlich zurecht kommst, es gibt kein richtig oder falsch.

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Falls du auch von einer schweren Erkrankung betroffen bist: Gib nicht auf! Ich habe die Schulmedizin nicht komplett verteufelt, habe aber immer alternative Heilmethoden hinzugezogen und auch nicht immer jedes Medikament einfach geschluckt, was mir verschrieben wurde. Lass deinen Körper entscheiden, was dir intuitiv gut tut. Yoga und Meditation als unterstützende Maßnahmen halte ich für enorm wichtig und müsste meiner Meinung nach in jeder onkologischen Klinik angeboten werden!

Ich habe einige Jahre nach meiner Erstdiagnose in Kliniken angefragt und eine Zusammenarbeit angeboten, aber es hieß immer: Für so etwas haben wir kein Budget.

Wenn du mehr erfahren möchtest über meinen Weg aus der Leukämie hin zu einem gesunden, fitten und wachen Leben, lies die weiteren Beiträge…

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