Veganes Dessert

Hallo zusammen,

heute mal nur ganz schnell ein leckeres veganes Rezept für ein Dessert, das bei uns gerade öfter auf den Tisch kommt – ab und zu darf man sich auch was Süßes gönnen…

Als „Boden“ zerbrösele ich Kekse, z.B. Keksfreunde Bohlsener Mühle ‚Zitrone‘. Die fülle ich dann in Dessertschalen. Dann Melone nach Geschmack und evtl. Ananas mundgerecht würfeln, die Menge variierst du je nach Laune und (Heiß-)hunger. Zum Schluss über alles ein paar kräftige Klekse Vanille-Sojajoghurt geben – fertig.

Einfach und himmlisch dazu. Guten Appetit! 🙂

 

Ein schöner Rücken…

Nun komme ich endlich mal wieder zum Schreiben…

Heute soll das Thema der Rücken sein – das Kreuz mit dem Kreuz! Aus der modernen Faszienforschung weiß man, dass die meisten ungeklärten Rückenschmerzen von verklebten oder verhärteten Faszien (und infolge dessen der dann sich verspannenden Muskeln) kommen. Zum Thema Faszien kann man z.B. über die Forschungen von Dr. Robert Schleip mehr erfahren, z.B. unter https://www.uni-ulm.de/med/medneurophysiology/forschungsprojekte/faszienforschung/

Ein kraftvoller Rücken ist mehr als eine Menge trainierter Muskeln:

Rückgrat beweisen, heißt es im Volksmund und das ist in meinen Augen keine Binsenweisheit. Haben Sie schon einmal einen (erfolg-)reichen Menschen gesehen, der mit hochgezogenen Schultern, Rundrücken und gesenktem Kopf einhergeht? Also, ich nicht. Wie wir „uns halten“, hat viel mehr als mit bloßer Muskelkraft zu tun. Natürlich spielt das eine große Rolle, deshalb werde ich hier auch viele Übungen zur Kräftigung der Rückenmuskulatur vorstellen.

Vor allem habe ich festgestellt, dass die Übungen im Umkehrschluss etwas „mit uns machen“, und zwar im positiven Sinn. Wenn ich kräftige Rückenmuskeln habe, die Schultern entspannt sinken lassen kann, der Kopf gerade in Verlängerung der Wirbelsäule sitzt, richtet mich das auch innerlich auf – so jedenfalls ist meine Erfahrung und die vieler meiner KursteilnehmerInnen. Aber versuchen Sie sich erst einmal an einigen kleinen Dingen im Alltag. Wenn Sie beispielsweise im Sitzen arbeiten, wie sieht Ihre Haltung in der Regel aus? Haben Sie überhaupt schon einmal bewusst darauf geachtet? Wenn der Stress größer und größer wird, ziehen Sie dann die Schultern hoch, kriecht Ihr Kopf förmlich in den PC hinein?Ihr Kopf wiegt ca. 6-7 kg, also wäre es viel einfacher für Ihre Nackenmuskeln, wenn der Kopf nicht 10 cm vor, sondern in Verlängerung Ihrer Halswirbelsäule sitzen dürfte – oder sind Sie eine Schildkröte? Versuchen Sie, immer mal wieder darauf zu achten, wie Sie sich gerade halten. Beim Warten an der Kasse im Supermarkt, beim Kartoffeln schälen, beim Tippen einer wichtigen E-Mail oder eines Geschäftsbriefes, von dem viel abhängt.Und wenn Sie das tun, spüren Sie auch mal in sich hinein, welche Gefühle da in Ihnen aufsteigen.

salabhasana – Haltung der Heuschrecke

Um die Haltung der Heuschrecke mühelos einnehmen zu können, möchte ich zunächst einige Vorübungen anbieten. Begeben Sie sich in die Bauchlage; legen Sie evtl. eine kleine Rolle oder eine Decke griffbereit neben sich. Winkeln Sie die Arme an, die Hände platzieren Sie vor sich auf dem Boden übereinander, so dass Ihre Stirn sich auf Ihren Handrücken ablegen kann. Wenn Sie dies als unbequem empfinden, können Sie Ihren Kopf auch auf eine Seite drehen. Geben Sie sich einige Atemzüge Zeit, um in der Bauchlage anzukommen. Spüren Sie den Kontakt zur Unterlage. Wie fühlen sich Ihre Beine an? Beginnen Sie mit dem rechten Bein. Winkeln Sie Ihr Bein an, so dass zunächst nur Ihr Unterschenkel senkrecht steht. Das linke Bein liegt weiterhin lang am Boden. Kreisen Sie einige Male mit dem Fuß, erst in die eine, dann in die andere Richtung. Seien Sie wie immer ganz bei dem, was Sie gerade tun. Spüren Sie die Beweglichkeit des Sprunggelenkes, während Sie kreisen. Nachdem Sie dies ein paar Mal praktiziert haben, nehmen Sie den Unterschenkel mit in die Bewegung. Probieren Sie, welche Bewegungsmöglichkeiten sich jetzt bieten. Kreisen Sie mit dem Unterschenkel – in die eine, dann in die andere Richtung. Können Sie auch hin und her wippen? Vor und zurück? Lassen Sie die Bewegung nach und nach kleiner werden und pendeln Sie sich wieder in der Mitte ein. Der Unterschenkel bleibt senkrecht, der Oberschenkel parallel zur Unterlage, während Sie jetzt versuchen, den Oberschenkel minimal vom Boden abzuheben, das ist eine ganz kleine Bewegung! Beanspruchen Sie die Kraft Ihrer Oberschenkelmuskeln und bewegen Sie in Mini-Bewegungen den Oberschenkel knapp über dem Boden nach rechts und links, der Unterschenkel bleibt senkrecht. Falls das zu anstrengend ist, bleiben Sie bei der Unterschenkel-Bewegung!!

Stellen Sie sich vor, Ihr Bein könnte jetzt nach hinten und oben gleichzeitig lang werden, d.h. Sie strecken Ihr Bein weit in den Raum. Jetzt legen Sie dieses langgestreckte Bein sanft wieder am Boden ab. Bleiben Sie einige Atemzüge lang in der Bauchlage und vergleichen Sie Ihr rechtes und linkes Bein. Evtl. könnten Sie das Gefühl haben, Ihr rechtes Bein  wäre jetzt länger als das linke. Ihr Kopf liegt weiterhin bequem, entweder auf den Handrücken oder auf der Seite. Schicken Sie Ihre Achtsamkeit in Ihr rechtes Bein. Stellen Sie sich vor, es würde Sie jemand an den Zehen ziehen, so dass Ihr Bein noch etwas länger wird. Nun heben Sie das ganze Bein ein paar Zentimeter vom Boden ab (mit dem Einatmen) und senken es wieder (ausatmen). Nur so zum Spaß: Versuchen Sie jetzt, das linke Bein genauso anzuheben wie gerade Ihr rechtes. Schwer wie Blei?? Sehr schön! Da sehen Sie mal, was so ein paar kleine „Aufweckübungen“ für Faszien und Muskeln mit Ihrem Bein gemacht haben.

Wenn Sie möchten, üben Sie jetzt noch einige Male mit Ihrem rechten (schon „wachen“) Bein. Einatmend heben Sie das lange Bein an, ausatmend senken Sie es wieder. Es geht bei der „halben Heuschrecke“ nicht um Höhe, sondern um die Kraft Ihrer Rückenmuskeln, die Sie aktivieren, sobald Sie Ihr Bein anheben. Wenn Sie merken, dass Sie ermüden, beenden Sie die Übung. Lassen Sie sich einige achtsame Atemzüge lang Zeit, bevor Sie in gleicher Weise mit dem linken Bein üben. Diese Vorübung, die ich während meiner Ausbildung zur Yogalehrerin kennen gelernt habe, integriert Elemente aus der Feldenkrais®-Methode.

 Zur Entlastung des unteren Rückens können Sie sich zwischendurch gerne eine kleine Rolle oder eine zusammengerollte Decke unter den Unterbauch schieben. Schaukeln Sie dann einige Male im Beckenbereich hin und her. Das nimmt Spannung aus dem unteren Rücken. Wenn Sie sich im unteren Rücken noch gut fühlen, können Sie auch einmal die ganze Heuschrecke versuchen. Legen Sie die Arme neben den Körper, die Handflächen zeigen zum Boden. Achten Sie darauf, dass Ihre Nase die ganze Zeit Richtung Boden zeigt, damit Ihr Nacken entspannt bleibt. Heben Sie jetzt einatmend beide Beine ein wenig vom Boden, gleichzeitig den Oberkörper und die Arme, so als wollten Sie „fliegen“. Ausatmend senken Sie den Körper wieder. Entweder üben Sie im Atemrhythmus oder Sie bleiben einige Atemzüge in der Haltung, je nachdem, wie stark die Kraft Ihres Rückens ist. Überfordern Sie sich nicht! Bleiben Sie nach Beenden entweder einige Atemzüge lang in der Bauchlage oder schieben Sie wieder die Rolle oder die zusammengerollte Decke unter den Bauch. Spüren Sie, wie sich Ihre Beine anfühlen. Wie fließt Ihr Atem und wo hat Ihr Atem jetzt Raum, um sich auszubreiten? Wie fühlt sich Ihr unterer Rückenbereich an?

Winkeln Sie die Beine an und ziehen Sie die Knie Richtung Brustkorb. Schaukeln Sie ein wenig hin und her.