Es geht auch ohne Käse und wie wichtig das Atmen ist…

Wie schon bemerkt, brachte mich das Buch „Peace Food“ und der Film „Gabel statt Skalpell“ dazu, mich mehr mit dem Thema Milchprodukte und Käse auseinanderzusetzen. Käse ist kein gesundes Lebensmittel, ist (leider) das Fazit meiner Recherchen. Nicht nur, dass das Protein aus dem Käse in Studien (wie z.B. der China-Studie von Dr. Colin Campbell) gezeigt hat, dass sich Krebszellen exorbitant vermehrt und vergrößert haben, nein, auch das enthaltene Kasein sorgt für einen opiumähnlichen Effekt im Körper, was vermutlich erklärt, warum es so vielen so schwer fällt, darauf zu verzichten. Das Interessante an der China-Studie ist, dass nur (und wieder nur!) tierisches Protein die schädlichen Eigenschaften aufwies, pflanzliches jedoch nicht. Und ganz nebenbei, dass die ach so gesunde Milch, die man künstlich schwanger gemachten Kühen ständig entreißt, Osteoporose eher erzeugt statt sie verhindert, ist heute auch kein Geheimnis mehr. Ganz abgesehen davon, wie ethisch verwerflich diese Praktik ist und dass die Milchkühe heute nach fünf Jahren sterben, weil sie völlig ausgelaugt sind, interessiert auch niemanden. Kälber werden sofort nach der Geburt entzogen, ich möchte mal sehen, was eine Menschenmutter sagen würde, wenn man sie ständig schwängern würde, damit sie Milch gibt und man ihr aber jedes Kind direkt wegnehmen würde…

Meine Erfahrung zeigt, dass es anfangs schwer ist, mit der Zeit aber wird der Käse-Heißhunger weniger. Und wer gar nicht auf den käsigen Geschmack verzichten möchte, es gibt mittlerweile richtig gut schmeckende Käse-Ersatzprodukte auf dem Markt. Ich persönlich finde die Produkte von „Wilmersburger“ wirklich gut, allerdings gilt auch hier wie bei allen Fertigprodukten, dass so etwas nicht täglich auf dem Speiseplan stehen sollte.

Nun zu einem anderen Thema, dem Atmen. In der letzten GEO-Ausgabe war übrigens ein toller Artikel zum Thema ‚Atmen‘ drin.

Ich habe heute für Sie eine kleine Übungsabfolge, wie Sie Ihre Atemräume besser kennen lernen können: Setzen Sie sich bequem und aufrecht hin, entweder auf einen Stuhl oder auf ein Sitzkissen Ihrer Wahl. Schließen Sie während der Übung gerne die Augen. Legen Sie sich Ihre Hände auf den Unterbauch und atmen Sie einige Male durch die Nase ein und aus. Ist es möglich, dass Sie selbst im Unterbauch eine kleine Bewegung wahrnehmen? Falls Sie nichts spüren, registrieren Sie, dass das so ist, ohne sich zu bewerten. Es geht nur um Wahrnehmungsschulung. Nach einigen Atemzügen legen Sie die Hände etwas höher auf den Oberbauch. Wiederum einfach nur atmen, spüren. Jetzt legen Sie die Hände flach auf Ihre Brust, so dass Ihre Fingerspitzen oben am Rand des Schlüsselbeines liegen. Atmen, die Bewegung wahrnehmen. Lassen Sie die Arme sinken und spüren Sie wiederum einige Atemzüge lang in Ihren Körper. Wo breitet sich Ihr Atem aus?

 Nehmen Sie einen Arm über die Seite nach oben und lassen Sie Ihr Handgelenk locker auf dem Kopf ankommen, der Ellbogen ist gebeugt. Wenn Sie den rechten Arm gewählt haben, berühren Ihre rechten Fingerspitzen jetzt knapp den Oberrand Ihres linken Ohres. Klopfen Sie jetzt mit der linken flachen Hand Ihre rechte Körperseite ab, vor allem den Rippenbereich und den Bereich Richtung Achselhöhle. Platzieren Sie jetzt Ihre linke Hand seitlich am Rippenbogen, knapp unterhalb der Brust. Neigen Sie sich etwas nach links. Stellen Sie sich vor, Ihr Ellbogen zieht in Richtung Zimmerdecke. Stellen Sie sich vor, Sie könnten mit Ihrem Atem die linke Hand an Ihrem Rippenbogen „wegschieben“. Atmen Sie einige Male ganz bewusst ein und aus in dieser Seitneigung. Richten Sie den Oberkörper wieder auf und lassen Sie den Arm sinken. Bevor Sie zur anderen Seite wechseln, bleiben Sie ein paar Atemzüge lang in der neutral aufgerichteten Position. Wenn Sie jetzt atmen, gibt es einen Unterschied zwischen rechts und links? Wechseln Sie die Seite.

 Abschließend schenken Sie der Rückseite Ihres Körpers noch etwas Aufmerksamkeit. Atmen Sie ein und aus. Spüren Sie zu Ihrem Rücken hin. Ist dort irgendwo eine kleine Atembewegung vorhanden? Gönnen Sie sich, wann immer Sie Zeit haben, ein paar Momente, um zu allen Atemräumen hinzuspüren. Dies wird sich langfristig auch positiv auf Ihre unbewusste Atmung auswirken.